Foto: unsplash | Jonatan Burneo

Mehr Aufwand für mehr Gesundheit: Warum das Barfen eine gesunde Alternative für Ihren Hund oder Ihre Katze darstellt.

Die Bezeichnung BARF bedeutet im Allgemeinen: Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Mittlerweile hat sich der Name Barf bzw. Barfen bei den meisten Hunde- und Katzenhaltern als eigenständiges Wort eingeprägt.

Barfen heißt, dass das Futter aus frischen, rohen Zutaten zusammengestellt wird. Bei der Zusammensetzung der Futterbestandteile wird versucht, weitestgehend die natürlichen Beutetiere unserer Haustiere nachzuahmen. Als Vorbild für den Hund gilt sein biologischer Vorfahre, der Wolf, bei der Katze die Wildkatze – beides sind Karnivore.

Auf einem Futterplan werden alle benötigten Komponenten wie Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse, Obst und Nahrungsergänzungen übersichtlich aufgeführt. Dabei ist es nicht notwendig, dass jede einzelne Ration ausgewogen ist und alle Nährstoffe enthält. Dennoch sollten natürlich einige Punkte berücksichtigt werden, um seinem Hund oder seiner Katze eine biologisch artgerechte Fütterung zukommen zu lassen.

Vorteile beim Barfen

Die Vorteile beim Barfen liegen auf der Hand: auf bedenkliche Zusatzstoffe wie synthetische Vitamine, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Antioxidantien kann komplett verzichtet werden. Das Futter enthält ausschließlich die hochwertigen Nahrungsbestandteile, die der Hund oder die Katze braucht. Der Verzicht auf wertlose Füllstoffe verringert wiederum die Kotmenge zusehends.

Ob das Fleisch vom Bauern um die Ecke und das Gemüse vom örtlichen Bio-Wochenmarkt stammen soll – die Auswahl der Rohstoffe liegt allein in der Hand des Halters. Die Rationsgestaltung erfolgt individuell, sodass auf Futtermittelunverträglichkeiten oder auch nur geschmackliche Präferenzen Rücksicht genommen werden kann.

Bestimmte Erkrankungen erfordern überdies bestimmte Ernährungsdiäten wie einen reduzierten Fettgehalt oder verringerte Phosphormengen. Der Futterplan kann in dem Fall so angepasst werden, dass er optimal zum jeweiligen Tier passt.

Durch das Kauen größerer Fleischstücke oder das Benagen von Knochen reinigt sich das Gebiss und Zahnstein wird vorgebeugt. Die allseits gefürchteten Magendrehungen kommen bei gebarften Hunden weitaus seltener vor. Die Fütterung von rohem Fleisch fördert den Aufbau einer stabilen Darmflora und damit die Ausbildung eines belastbaren Immunsystems.

Und zu guter Letzt macht Fressen durch reichlich Abwechslung im Napf einfach mehr Spaß. Das Kaubedürfnis wird stärker befriedigt, die Tiere sind länger beschäftigt und man sieht ihnen die Freude förmlich an, wenn sie sich mit ihrer vermeintlichen Beute auseinandersetzen.

Mehr Aufwand für mehr Gesundheit

Neben all den Vorteilen sollen auch die Nachteile beim Barfen nicht unerwähnt bleiben. Die Rationen selbst zusammenzustellen, bedeutet einen höheren Zeitaufwand – zumindest am Anfang – bis man die Routine bekommt, als lediglich eine Dose oder Tüte zu öffnen.

Die Lagerung von frischem oder tiefgekühltem Fleisch erfordert zudem Platz im Kühlschrank und Tiefkühlfach. Ein richtiger Hype ist mittlerweile um das Thema BARF entstanden, leider nicht alles zum Positiven. Hier sollte man einen kühlen Kopf bewahren und sich an den Ursprungsgedanken hinter BARF erinnern, nämlich, dass unsere Hunde und Katzen eine natürliche Nahrung erhalten. Das Ziel sollte die Gesunderhaltung unserer Tiere sein.

Barfen ist wirklich nicht schwer. Wenn man sein Tier barfen möchte, sollte man sich aber vorher tiefere Kenntnisse aneignen oder auf einen kompetenten Tierernährungsberater zurückgreifen.

Allerdings darf man eine Futterumstellung/Ernährungsberatung nur als begleitende Maßnahme sehen, sie ersetzt nicht die Behandlung durch den Tierarzt! Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass es sich bei den von mir angewandten Beratung um wissenschaftlich umstrittene Methoden handelt und diese von der Schulmedizin teilweise nicht anerkannt oder bewiesen sind.

Was ist Barfen und worauf sollten Sie achten

Barfen ist längst ein gängiger Begriff und findet bei Tierhaltern immer mehr Anhänger. Warum das Barfen Ihres Tieres eine gesunde Alternative darstellt.

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